Schatzsuchen in Lippstadt


Anmerkung: In den folgenden Berichten über unsere Schatzsuchen werden die Begriffe auf unseren Schatzkarten, die uns zu den zahlreichen Schätzen führten, in blau dargestellt.


Schatzsuche am 23.09.2017 – Tauben am Himmel

Am 23. September hatten wir wieder eine geniale Schatzsuche erlebt. Wir waren in zwei Dreier-Gruppen unterwegs: Ich ging mit Ela und Susanne, Kerstin mit Michael und Harald. Die Hinweise bezüglich der Orte führten uns in die Innenstadt von Lippstadt: Treppe, Wasser, Apotheke, Kreditinstitut, dunkle Ecke, Einbahnstraße, Buchladen.
Wir begannen auf dem Rathausplatz und gingen zur Treppe am Rathaus. An dem Infopoint sahen wir eine ältere Frau mit roter Jacke und schwarzer Tasche – das waren Hinweise, die jemand, der nicht dabei sein konnte, zuvor Ela mitgeteilt hatte. Als die Frau aus dem Gebäude kam, sprach Ela sie an. Sie und ihr Mann reagierten offen und interessiert. Gebetsanliegen hatten sie allerdings keine.
Zuvor hatten wir entdeckt, wie ein Schwarm Tauben am Himmel einmal den Rathausplatz umkreiste. Einige ließen sich auf dem Dach des Rathauses nieder. „Taube“ stand auf meiner Karte unter „Ungewöhnliches“.
Wir gingen dann weiter und stellten fest, dass es – wie so oft – zunächst recht zäh verlief, die geeigneten Schätze anzusprechen. Wir gingen zur Christlichen Bücherstube, durch die Helle Halle und schließlich zum Cinema-Studio, wo es auch eine dunkle Gasse gab. Hier entdeckten wir bei der Kinoanzeige einen Hinweis für die andere Gruppe, nämlich den Begriff „Schloss“. Doch auch hier fanden wir keinen Schatz, für den wir beten konnten.
Wir gingen weiter zur Woldemei, wo gleich mehrere Ortshinweise zu finden waren: kleines gelbes Auto, Kreditinstitut, Schild mit „Einbahnstraße“. Wir warteten etwas und da kam eine Frau mit schwarzer Lederjacke vorbei, die von Susanne angesprochen wurde. Sie war etwas in Eile, hörte aber trotzdem zu. Dann sprachen wir sie auf die Gebetsanliegen auf unseren Karten an. Ich hatte „Bauch“ und Susanne „rechter Unterleib“. Und tatsächlich hatte sie Schmerzen im Unterleib. Sie verriet uns, dass sie schwanger war. Wir wollten für sie beten, als gerade ihr Mann – ein Afrikaner – kam. Da sie es eilig hatten und zum Bahnhof mussten, schlug Ela vor, dass wir einfach ein paar Meter mitgehen und dann für sie beten wollten. Das machten wir dann auch. Susanne meinte hinterher, dass sie den ganzen Tag über selber Schmerzen im Unterleib gehabt hätte, was sie sonst nicht hätte. Sie wusste, dass es ein Hinweis auf die Schmerzen des Schatzes war. Als wir für die Frau, die schwanger war, gebetet hatten, waren auch Susannes Schmerzen weg. Wir sprachen noch eine Frau mit roter Jacke und schwarzer Tasche sowie roten Haaren an. Sie hatte aber keine Zeit.
Über eine Gasse gingen wir zurück zur Langen Straße und schließlich wieder zum Rathausplatz. Direkt am Rathaus war wieder eine Frau mit schwarzer Lederjacke, die mit ein paar jüngeren Leuten zusammenstand. Als wir sie ansprachen, war sie sehr offen und interessiert. Und wir durften für sie beten, da sie Beschwerden in den Gelenken hatte, u.a. in den Knien. Gerade als wir das Gespräch beendet hatten, bemerkten wir, dass die Tauben wegflogen.
Am anderen Ende des Rathausplatzes in der Nähe der Marienkirche kamen uns zwei junge Mädels entgegen. Die eine hatte eine Flasche mit Wasser in der Hand. Als wir sie auf Gebet ansprachen, meinte das eine Mädel, dass sie Muslime seien. Kühn antwortete Ela, dass wir auch für Muslime beten. Wir zeigten ihnen unserer Karten mit den Gebetsanliegen und bei dem Begriff „Zahnschmerzen“ wurden sie hellhörig. Das Mädel mit der Wasserflasche hatte vor ein paar Tagen eine Kiefer-OP. Man sah, dass die Mundpartie immer noch irgendwie verstellt war. Sie war sehr offen für Gebet. Ela und ich beteten dann für sie. Sie schaute ganz interessiert zu und war hinterher so erfreut und dankbar und meinte nur, dass alles gepasst hätte. Zuvor hatten wir noch nach ihrem Namen gefragt und sie nannte uns zunächst ihren Nachnamen: „Samuel“. Wir alle waren erstaunt, denn dieser stand auf meiner Karte. Ich gab ihr noch den Infobrief unserer Gemeinde mit.
Dann gingen wir noch einmal die Lange Straße entlang. An der Sparkasse entdeckten wir ein paar Ortshinweise, u.a. ein Schild mit „Coffee to go“, das uns dann in die Lippe-Galerie führte, wo auch Blumentöpfe waren. Hier trafen wir Sonja. Wir merkten, dass sie schlecht drauf war. Da wir sie heute schon das zweite Mal sahen, machten wir ihr deutlich, dass dies kein Zufall sei. Und schließlich bestätigte sie auch, dass sie heute eine „Traurigkeit“ verspürte. Allerdings wollte sie an Ort und Stelle kein Gebet. Wir gingen noch ein bisschen mit ihr.
Nun war es Zeit, zurück zum Auto zu gehen. Auf dem Weg dahin meinte Ela auf einmal, ob das da vorne nicht Lucas sei. Ich sah ihn nicht sofort. Ja, es war Lucas. Zuvor hatten wir noch gemeint, dass wir noch keinen „jungen Mann“ angesprochen hätten. Bisher hatten wir nur für Frauen gebetet. Lucas trug eine braune Hose und er hat dunkel-braune Haare – also war er unser Schatz! Als S. das feststellte, meinte sie, dass wir noch für ihn wollten. Da er kein konkretes Anliegen nannte, haben wir ihn einfach so gesegnet und ihm anschließend ein paar Eindrücke weitergegeben.
Mit guter Laune fuhren wir zurück zur Gemeinde. Die anderen waren bereits dort. Wir wollten noch ein Gruppenfoto machen und sprachen eine Kundin auf dem Parkplatz von Netto an. K. kannte diese Frau. Sie klagte über Schmerzen in der Hand. „Handgelenk“ hatte ich auf meiner Karte und so betete ich noch für sie.

 


Schatzsuche am 07.10.2017 in Paderborn

An diesem Tag war es leider sehr regnerisch. Ich bin mit S., F. und K. losgezogen. Zunächst fuhren wir zum Ahorn-Sportpark, fanden dort jedoch keinen Schatz. Weiter machten wir dann im „Südring“, wo es uns auch sehr schwer fiel, geeignete Schätze anzusprechen. Wir suchten den Postschalter innerhalb eines Schreibwarengeschäftes auf. Dort entdeckten wir einen Mann mit Bart und roter Jacke. Doch er war ziemlich schnell weg, so dass wir ihn nicht ansprechen konnten. Später entdeckten wir ein Plakat mit einem Flugzeug. Es handelte sich um Werbung für den Flughafen Paderborn-Lippstadt. Sowohl S. als auch ich hatten „Flugzeug“ auf unseren Karten und wir waren sehr überrascht, dass wir diesen Hinweis entdeckten. Ich sprach zunächst einen muslimischen Mann an, der jedoch kein Gebet wollte. Dann sprachen wir einen Mann mit Bart an, der vor der Flughafen-Stellwand wartete. Er war offen und interessiert, aber hatte noch keinen Gebetswunsch. Später sahen wir ihn noch mal und er lächelte uns zufrieden zu.
Wir gingen dann nach unten und sahen in der Nähe einer Rolltreppe den Mann mit Bart und roter Jacke, den wir zuvor an der Post schon mal gesehen hatten. Nun konnten wir ihn ansprechen. Er war sehr freundlich, meinte zwar, dass er mit der Kirche nichts am Hut hätte, aber er war offen für Gebet. Wir durften für eine Wunde am rechten Unterschenkel, etwas über dem Knöchel, beten. Ich gab ihm noch das Heftchen über Arne Elsen mit.
Nun waren wir wieder etwas zufriedener, nachdem wir solange gesucht hatten. Wir gingen noch einmal nach oben. Am Geländer in der Nähe einer Rolltreppe sah ich einen älteren Mann, auf den sonst keine besonderen Merkmale zutrafen. Aber er wirkte irgendwie leidend und so sprach ich ihn zusammen mit F. an. Der Mann war offen und sagte, dass er Schmerzen im Kniegelenk hätte. Ich bat F., für ihn zu beten. Und tatsächlich passierte etwas. Der Mann bestätigte, dass es nach dem Gebet besser geworden war und er etwas gespürt hätte. Auch F. meinte, dass die Stelle, die er berührte, während des Gebets warm wurde. Wir freuten uns sehr darüber.
Wir gingen wieder nach unten. Ich sah, wie ein Mann auf einer Bank seine Hand am Kopf hielt. Ich sprach ihn an und fragte, ob er Kopfschmerzen hätte. Er verneinte und meinte, dass ihm aber übel sei. Ich durfte für ihn kurz beten.
Auch wenn es zu Beginn recht schwierig war mit der Ansprache von Schätzen, so waren wir am Ende ganz happy, dass wir doch noch unsere Schätze gefunden hatten.


Schatzsuche am 04.11.2017 – Begegnungen auf Brücken

Bei der Schatzsuche in Lippstadt bildeten wir zwei Zweierteams. K. ging mit M. los und ich mit S.
Unsere Ortsmerkmale führten uns zunächst zur Postbank, wo wir einen jungen Mann ansprachen, der aber ablehnend war. Da wir „Brücke“ als Hinweis hatten, gingen wir dann in den Grünen Winkel, in dem es mehrere Brücken gibt. Gleich auf der ersten Brücke bemerkte ich einen Mann, der mit seiner Frau unterwegs war, sich an die Knie fasste und mehrmals den Namen des Medikaments „Voltaren“ aussprach. Ich sprach ihn an und fragte, ob er Hilfe bräuchte. Er meinte nur, dass er Schmerzen in den Knien und in der Hüfte habe. Ich erklärte ihm, dass ich dafür beten könnte. Die Frau meinte dann, dass sie selber beten würden. S. hakte nach, was für einen Gemeindehintergrund sie hätten. Wir erfuhren, dass sie aus Gütersloh kamen. Der Mann outete sich dann als jemand, der sich dem Schamanismus verbunden fühlt und er sprach von „Kräften in der Natur“. Aber ich durfte für ihn beten. S. fragte hinterher die Frau, ob sie auch Gebet bräuchte, aber sie meinte nur, dass sie lieber selber beten wollte. Der Mann dagegen war sehr gesprächig und erzählte weiter – u.a. von seinem früheren Beruf als Designer und von viel Ungerechtigkeiten und Unsicherheiten in der heutigen Zeit. Ganz geschickt griff S. diese Punkte auf und erzählte kurz aus ihrem Leben, was ihr Sicherheit gibt und dass Gott einst ihre Perspektive vollständig verändert hätte. Irgendwie sprach das Paar dann von einer Beerdigung und S. hakte nach, denn auf ihrer Karte stand noch: „jemand ist verstorben“. Die Frau erzählte, dass im April ihre Schwester ganz plötzlich verstorben sei. Das sei ein großer Verlust und sie schien noch nicht darüber hinweg zu sein. Und nun war sie auf einmal offen für Gebet. S. betete für sie und segnete sie. Wir gaben den beiden noch etwas zum Lesen mit und wir verabschiedeten uns. So waren wir sehr glücklich, dass diese Begegnung auf der Brücke so treffend war.
Wir gingen etwas weiter durch den Grünen Winkel. Auf einer anderen Brücke (Mattenklodtsteg) sah ich einen jüngeren Mann. Von weitem dachte ich zunächst, dass er jemand sei, den ich kannte. Das war aber nicht der Fall. Wir sprachen ihn dennoch an und er war sehr offen und interessiert. Von den Gebetsanliegen auf unseren Karten traf nichts zu, aber er äußerte ein anderes Anliegen, nämlich dass er Liebeskummer hätte und seine Freundin, für die er immer noch etwas empfindet, zur Zeit nichts von ihm wissen wollte. Ich betete für ihn, dass er Gottes Liebe empfangen könne, damit er später auch in einer Beziehung und Partnerschaft Liebe empfangen und weitergeben könne. Auch für die Freundin beteten wir. Der junge Mann freute sich und wir gaben auch ihm etwas zum Lesen mit.
Dann gingen wir zum Aldi-Parkplatz. Dort war ein Mann mit einer Lederjacke (von Weitem dachten wir, sie wäre braun – wie es auf meiner Karte stand, dabei war sie jedoch schwarz). Wir sprachen ihn an, allerdings wollte er kein Gebet. Susanne hatte dann aber den Impuls, ihm noch einmal zu sagen, dass er Gottes Schatz sei und Er ihn liebt. Als Wertschätzung gab sie ihm auch noch etwas Geld. Das war eine super Geste!
Zum Abschluss gingen wir ins Café „Backwerk“. Dort durften wir noch für Marita beten, die von einer Zecke gebissen wurde, die kurz zuvor im Krankenhaus entfernt wurde.
Insgesamt war es wieder eine sehr segensreiche Schatzsuche, diesmal auch mit längeren Gesprächen auf den Brücken im Grünen Winkel.

Schatzsuche am 16.12.2017 in Rheda

Bei der letzten Schatzsuche im Jahr 2017 waren wir sieben Personen und bildeten zwei Gruppen. Ich ging mit E., M. und K. Gleich zu Beginn entdeckten wir schräg gegenüber vom Gemeindegebäude das Schmuckgeschäft, an dem ein Glockenspiel gerade läutete. Wir blieben kurz stehen und wollten warten, ob vielleicht ein Schatz aus dem Laden kam. Und siehe da – auf einmal bog eine Frau mit roter Mütze und einem Fahrrad um die Ecke und schaute ins Schaufenster des Schmuckgeschäfts. Kein Zweifel – das war unser Schatz! Sie war Afrikanerin und Ela kam dazu. Es stellte sich heraus, dass die beiden sich kannten und unser Schatz an Jesus glaubt. Wir durften auch für sie beten. Als Altenpflegerin hatte sie Beschwerden im Rücken, auch im Nacken sowie „Stress im Beruf“. Außerdem bat sie um Gebet für ihren Sohn, der noch in Afrika lebt und kein Visum bekommt. Das war ein super Einstieg in die Schatzsuche.
Wir gingen dann weiter zum Bahnhof. An den Bahngleisen sprachen wir eine junge Frau mit Pferdeschwanz an. Sie wartete mit ihrem Bruder auf den nächsten Zug. Sie waren Jesiden aus dem Irak. E. sprach mit ihnen und lud sie in ihre Gemeinde ein. Bevor der Zug kam, beteten wir noch für sie. Später sprachen wir noch eine Türkin an, die ein Halstuch mit grünen Tupfern hatte (von weitem dachte ich erst, es sein ein „grüner Schal“). Wir durften für sie beten und ich schenkte ihr zum Abschluss noch ein Neues Testament.
An dem Infostand der Tageszeitung „Die Glocke“ wurden wir als Team fotografiert. E. und S. beteten dort noch für eine Mitarbeiterin, die E. persönlich kannte. Am Montag war dann sogar ein Foto von uns in der Zeitung.


Schatzsuche am 13.01.2018 in Lippstadt – Begegnung mit Graf Bernhard höchstpersönlich

Wir waren zu viert unterwegs und hatten uns nicht in zwei Gruppen aufgeteilt, sondern verabredeten, dass wir immer zu zweit einen Schatz ansprechen wollten. Das hat sehr gut geklappt. Mit am Start waren Susanne, Michael, Kerstin und ich. Wir parkten in der „Friedrichstraße“ – ein Ortsmerkmal von Michael, wobei wir vorher gar nicht wussten, dass es in Lippstadt überhaupt eine Friedrichstraße gibt. Hier gingen wir los und sprachen auf einem „Spielplatz“ an der Schule eine Gruppe von Erwachsenen an, die mit einem kleinen Mädchen dort waren. Sie hatten allerdings keinen Gebetswunsch. So ging es weiter Richtung Innenstadt.
An der Cappelstraße angekommen, entdeckten wir die beiden Verkehrsschilder, die K. zuvor gesehen hatte – und zwar beide direkt untereinander: „Einbahnstraße“ und „Verbot der Einfahrt“. Wir blieben einen Moment stehen und zu unserer Überraschung kamen Birgit und Jürgen vorbei. Gerade Birgit hatten wir bei vergangenen Schatzsuchen immer wieder getroffen. Das konnte kein Zufall sein. Wir durften für ihre Augen beten. Hinterher bemerkten wir, dass auf unseren Schatzkarten auch der Name „Birgit“ und „blonde Haare“ stand.
Wir gingen weiter entlang der Poststraße, wo wir einen weiteren „Spielplatz“ entdeckten, außerdem einen „Optiker“. Wir trennten uns in zwei Gruppen und vereinbarten, uns am „Bahnhof“ wieder zu treffen. Ich ging mit Susanne weiter. Zunächst warteten wir ein paar Minuten vor dem Optikerladen. Wir entdeckten eine junge Familie. Das kleine Mädchen hatte eine rosa Schleife an der Kapuze. Leider waren sie zu schnell weg.
Dann gingen wir weiter zur Langen Straße. Dort sprach ich eine Frau mit roter Mütze an. Als ich sagte, dass wir Gebet anbieten, zog ihr Mann sie schnell weg. Das war sehr frustrierend und ich fühlte mich gar nicht gut. Was hatte ich falsch gemacht? Was bringt das überhaupt? Und weitere negative Gedanken gingen mir durch den Kopf. Susanne ermutigte mich und sprach aus (wohl als Gebet), dass wir uns nicht entmutigen lassen und jetzt noch ein richtiger „Kracher“ kommt. Und er kam – nur wenige Sekunden später …
Wir befanden uns an der Jakobikirche und hatten den Blick auf den Bernhardsbrunnen mit der Skulptur von Graf Bernhard. Und plötzlich entdeckten wir ….. Graf Bernhard höchstpersönlich, d.h. den Darsteller der Lippstädter Symbolfigur für den Stadtgründer, der immer eine mittelalterliche Ausrüstung mit Helm, Kettenhemd, Schwert usw. trägt. Zusammen mit zwei Bundeswehrsoldaten sammelten sie Spenden für die Kriegsgräberfürsorge. Warum fielen sie uns auf? Zum einen hielten wir aufgrund der Merkmale auf unseren Schatzkarten Ausschau nach einem „auffälligen Aussehen“, zum anderen hatten wir auch „rote Kappe“ auf meiner Schatzkarte. Die beiden Soldaten trugen tatsächlich rote Kappen. Wir sprachen sie an und erzählten von der Schatzsuche. Sie waren sehr offen und an einem Gespräch interessiert. Einer der Soldaten hatte auch eine „schwarze Brille“. Die Gebetsanliegen trafen zwar nicht zu, aber mit einem kurzen Segensgebet durften wir diese interessante Begegnung beenden. Nun waren wir wieder hochmotiviert.
Wir gingen zum Bahnhof und trafen dort Kerstin und Michael. Wir schauten uns an den Gleisen um und dann in der Bahnhofshalle. Auf einmal entdeckte Susanne eine Frau mit einem Einkaufswagen (auf meiner Schatzkarte unter „Ungewöhnliches“) im Kiosk. Es war die Verkäuferin, die dort Flaschen im Kühlregal auffüllte. Wir sprachen sie an und Susanne betete kurz für die Anliegen, die sie nannte – bis die nächsten Kunden bezahlen wollten.
Dann gingen wir zurück entlang der Langen Straße. An der „Einkaufsgallerie“ (Lippe Gallerie) entdeckten wir einen Verkäufer von Trolleys. „Koffer mit Rollen“ stand auf einer der Schatzkarten. Wir sprachen den Mann an und erfuhren, dass er ein gläubiger Aramäer war. Er war offen und unterhielt sich eine Weile mit uns, sprach auch über den Glauben und seinen aramäischen Hintergrund. Auch hier konnten wir ein Segensgebet sprechen.
In der Nähe einer „Bäckerei“ trafen wir Manfred, der ziemlich deprimiert auf einer Bank saß. Wir sprachen ihn an und er klagte sehr, u.a. weil er Sehprobleme hatte und seine Brille kaputt war. So durften wir für seine „Augen“ und auch gegen „Ängste“ beten. Michael sprach ein sehr vollmächtiges Gebet für die Augen aus. Hinterher meinte Manfred, dass es auf dem linken Auge besser geworden sei. Und sein Blick hatte sich verändert. Er schaute nicht mehr so finster und grimmig, sondern wirkte viel entspannter.
Dann gingen wir weiter zum Marktplatz. Die „Marktstraße“ stand auf unserer Karte. An der dortigen „Skulptur“ sahen wir eine Gruppe von Männern und einer Frau, die offensichtlich alkohol- und drogenabhängig waren. Michael und ich sprachen sie an. Einer der Männer meldete sich, als wir sie fragten, ob sie irgendwo Schmerzen hätten. Er erwähnte Schmerzen in den Ohren, den Schultern und eine frühere Verletzung vom Fußballspielen. „Verletzung von Sturz“ stand auf meiner Karte. Ich betete für ihn. Leider schien er voll auf Drogen zu sein, so dass wir uns nicht richtig unterhalten konnten. Der jüngere Mann, mit dem Michael sich unterhielt, war durchaus offener, aber er wollte kein Gebet.
Schließlich gingen wir zurück zur Friedrichstraße. Als wir gerade das Auto erreichten, sah ich an der Kirche einen Mann mit roter Mütze. Michael und ich sprachen ihn an und er war richtig offen für ein Gespräch über den Glauben. Zu unserer großen Überraschung hieß er Klaus. Auch er selber war überrascht über die verschiedenen Merkmale, die passten. Bei der Frage nach Gebetsanliegen nannte er die „Augen“ und einen Leistenbruch („Bauch“ stand auf meiner Karte). Wir beteten für ihn um Heilung. Danach entstand ein sehr langes Gespräch über den Glauben. Wir erfuhren, dass er sich auch für den muslimischen Glauben interessierte, von den christlichen Großkirchen enttäuscht war, aber auch, dass er sich mit Johannes Hartl und der MEHR-Konferenz beschäftigt hatte, die er grundsätzlich interessant fand, wenngleich auch mit Skepsis betrachtete. Michael und Klaus unterhielten sich lange über Glaubensfragen. Zum Abschluss des Gesprächs überreichte ich Klaus noch einen Flyer sowie einen Umschlag mit dem Heftlein von Arne Elsen. Auf meine Einladung zur Gemeinde meinte er nur, dass er mal vorbeikommen wollte.
Nun erzählten wir Kerstin und Susanne, die am Auto warteten, von der Begegnung mit ihm. Da erfuhren wir, dass Kerstin auf ihrer Karte „Schmerzen in der Leiste“ hatte. Und noch etwas später entdeckten wir, dass Kerstin auch den Namen „Klaus“ auf ihrer Karte hatte.

6.5.2017, Schatzsuche mit Überraschungen Gottes

SchatzsucheLippstadtApril2017

Im Mai waren wir wieder mit zwei Teams auf Schatzsuche in der Lippstädter Innenstadt. Für uns war es eine ganz besondere Zeit und vielleicht sogar die beste Schatzsuche, die wir bis dahin erlebt haben.

Wir bildeten zwei Vierer-Teams. Unser Team startete am Rathausplatz, da sowohl L. als auch ich Brunnen auf unseren Schatzkarten hatten. Als wir dort ankamen, hatte einer von uns die lila Kappe gesehen, die ich auf meiner Karte hatte. So sprach ich gemeinsam mit H. den jungen Mann an, der mit seiner Frau und Kindern direkt am Brunnen stand. Wir fanden heraus, dass seine Frau Kopfschmerzen und er Probleme mit dem Bauch hatte. Leider war die Frau abweisend, als wir zu Jesus beteten, da sie Muslime waren. Trotzdem durften wir sie mit einem kurzen Gebet segnen.

Etwas weiter auf der Langen Straße sahen wir, wie junge Leute dort Musik machten. Ein junger Mexikaner spielte Gitarre und das Mädel sang dazu. Wir sprachen auch sie an und S. lobte den wunderschönen Gesang. Als wir sie auf Gebet ansprachen, nannten sie kein persönliches Anliegen. Aber sie wollten gerne für Frieden und Gerechtigkeit beten. Der junge Mann meldete zurück, dass er es gut fand, war wir hier machen.

Wir fanden auch den Sonnenschirm in der Nähe der Jakobi-Kirche. Hier wurden Waffeln gebacken und einige Menschen saßen darunter. H. sprach locker und mutig ein Paar an. Sie hatten kein konkretes Gebetsanliegen, also betete H. kurz, dass es ihnen weiterhin so gut geht.

Zurück am Rathausplatz sprachen wir einen älteren Herrn an. Er war Flüchtling aus Syrien und Christ, der in einem Nachbarort von Lippstadt lebt und aktuell Probleme mit dem Jobcenter hat. L. kannte ihn und wir unterhielten uns länger mit ihm. Er war sehr freundlich und humorvoll. Dann stellte ich fest, dass er ein weißes Hemd trug. Er war unser Schatz, für den wir dann auch noch gebetet haben.

 

Ein echtes Hammererlebnis hatte auch die andere Vierer-Gruppe. Als wir sie auf der Langen Straße antrafen, waren E. und K. gerade in einem Gespräch mit einer über 90-jährigen Dame, die auf einer Bank saß und eine rote Jacke trug.
Wir erfuhren, dass E. zunächst einen Mann mit roter Weste angesprochen hatte. Als sie die Merkmale auf ihrer Karte vorlas, meldete sich die ältere Dame mit dem Hinweis, dass die einzelnen Punkte ja auf sie zuträfen. Zum Erstaunen aller stand dann auch noch ihr Name „
Inge“ auf E.s Karte. Auf die Frage, woher wir denn ihre Daten hätten, konnte ihr E. erklären, dass Gott ihr diese gegeben hatte. Es stellte sich heraus, dass die Frau aufgrund des Verlustes ihres Sohnes vor vielen Jahren sehr verbittert war. Nach einem längeren Gespräch konnte E. dann noch für sie beten. In der Zeit sah ich einen weiteren Mann mit lila Kappe, für den ich kurz beten durfte. Er setzte sich auf die Bank, auf der auch die ältere Dame saß. So bekam er das ganze Gespräch über Gott auch mit. Auch M. hat dann noch einmal für ihn gebetet. Ich hatte den Eindruck, der älteren Dame noch die Karte mit dem Herzensgebet (Gebet zur Lebensübergabe an Jesus) auszuhändigen. Sie bedankte sich sehr herzlich dafür und freute sich, dass sie nun ein Gebet habe, dass sie abends vor dem Schlafengehen beten könne.

Insgesamt waren wir alle sehr ermutigt von diesen vorbereiteten und starken Begegnungen mit Gottes Schätzen in Lippstadt.

Protokoll von B.